Wachdienst Mönchengladbach

In Mönchengladbach setzten Discounter gezielt auf den Einsatz von Sicherheitspersonal und Wachdienst

Wachdienst-Moenchengladbach

Mönchengladbach setzt sich besonders für den Schutz von Kindern und Jugendlichen ein, die zukünftig noch effektiver vor Alkoholmissbrauch geschützt werden sollen durch modernste Techniken. Dafür haben die Discounter ein spezielles Kassenwarensystem eingeführt. Dieses zeigt den Kassierern, ab welchem Alter der gerade über den Scanner gezogene Alkohol eingekauft werden darf. Sinn der Sache ist es die Mitarbeiter ein wenig zu entlasten und nicht Ihnen Unfähigkeit zuzuschreiben, denn Fehler sind menschlich und gerade in dieser Branche verliert man bei vollem Betrieb leicht der Überblick. Zudem sollen die Mitarbeiter geschützt werden, da die deutsche Gesetzgebung fest legt, dass im Falle eines Verstoßes gegen das Jugendschutzgesetz nicht das Unternehmen die Strafe zu zahlen hat, sondern der Kassierer persönlich. Denn gerade zu Zeiten wie im Weihnachtsgeschäft haben die Kassierer so einen Stress, dass Fehler passieren könnten. Oftmals ist es ja auch nicht ganz einfach, auf den ersten Blick zu erkennen, ob der Kunde nun noch 17 oder schon 19 ist.

Wachdienst und Sicherheitsentwicklung

Neben dem neuen Kassensystem werden zusätzlich immer mehr Sicherheitsleute in Discountern eingesetzt. Sie dienen einst zur Sicherheit der Mitarbeiter und Kunden und haben außerdem seit neustem die Aufgabe, einen geschulten Blick auf Personen mit einem minderjährigen Erscheinungsbild zu werfen und im zweifel einer Volljährigkeit die Kassierer auf eine Ausweiskontrolle aufmerksam zu machen. Zudem finden immer mehr Schulungen zum Thema "Alkoholkonsum unter Jugendlichen" statt, an denen Mitarbeiter und Sicherheitspersonal teilnehmen müssen. In solchen Schulungen wird dem Personal der Umgang mit alkoholisierten Kunden gelehrt, es wird ein Argumentationstraining absolviert und es werden Ernstfälle wie Übergriffe und Überfälle inszeniert, um das Personal so gut wie möglich auf den Ernstfall vorzubereiten. Um das Personal aufmerksamer zu machen, werden Bilder gezeigt, auf denen man das Ausmaß alkoholisierter Jugendliche deutlich erkennen kann. Dies hinterlässt fast immer einen bleibenden Eindruck und macht die Mitarbeiter deutlich aufmerksamer.

Erste Erfolge des gesteigerten Wachdienstes

Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, wurden 2006 insgesamt 19.500 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene zwischen zehn und 20 Jahren aufgrund akuten Alkoholmissbrauchs stationär im Krankenhaus behandelt. Dies sind 0,4 Prozent mehr als im Vorjahr und mehr als doppelt so viele wie im Jahr 2000. Eine leichte Entspannung lässt sich bei den 10 bis 15 Jährigen beobachten. In dieser Altersklassen wurden gut vier Prozent (insgesamt 3.300 Patienten) weniger behandelt, was trotz des jungen Alters mehr als erschreckend ist. Im laufe der kommenden Jahren sollen diese Zahlen weiter fallen, dafür setzen sich das Bundesamt sowie Zahlreiche Initiativen gegen Alkohol ein. Schulungen von Personal und Wachdienst sind dabei ein guter Anfang auf den erfolgreich aufgebaut werden kann.